Fragen und Tipps
Allgemeine Überlegungen und Tipps zur ersten Zeit
Beim Studienbeginn an der PH werden sie vielen bekannte aber auch neuen Anforderungen begegnen. Im Folgenden bewährte Tipps zur Bewältigung:
- Es lohnt sich, dem Studienbeginn hohe Priorität einzuräumen. Bereiten Sie sich selbst und Ihre Bezugspersonen darauf vor.
- Nehmen Sie eine aktive Haltung ein: Machen Sie sich eine Vorstellung davon, was in den verschiedenen Unterrichtsfächern und den einzelnen Lektionen auf Sie zukommt. Fragen Sie sich, wie sie sich darauf vorbereiten können.
- Suchen und Pflegen Sie den Kontakt und den fachlichen Austausch mit Mitstudierenden. Eine gute Atmosphäre in der Klasse ist hilfreich.
Infos zur Studienorganisation und zum Studienalltag
Im Kapitel Studienorganisation A-Z ist über das Stichwortverzeichnis ein schneller und gezielter Zugang zu den betreffenden Informationen wie Beurlaubung, Finanzielle Unterstützung, Semesterdaten
"Ich fühle mich überfordert, nicht genügend vorbereitet."
Verzweifeln Sie nicht, Sie sind vermutlich nicht die/der Einzige mit diesem Verdacht. Bedingt durch die Vorbildung bringen Erstsemestrige unterschiedliche Voraussetzungen mit, was zu Anfangsschwierigkeiten führen kann.
Auch die Wissenschaftssprache und ein hohes Anforderungsniveau mancher Veranstaltungen wirken auf viele Studierende erstmal verunsichernd. Mit der Zeit werden Sie jedoch sowohl die Fachsprache wie auch die effektiven Anforderungen Ihrer Studienrichtung kennen lernen. Lassen Sie sich Zeit und tauschen Sie sich mit StudienkollegInnen aus, insbesondere auch mit Studierenden höherer Semester. Holen Sie sich nach Möglichkeit z. B. im Rahmen der Bewertung Ihrer Arbeiten auch Rückmeldungen von Dozierenden ein.
Gelangen Sie im Verlauf dieser Auseinandersetzungen zur Überzeugung, dass Sie tatsächlich in gewissen Bereichen mangelhafte Voraussetzungen mitbringen, gilt es zusammenzustellen, was Sie aufarbeiten müssen um dann zu planen, wann und wie mit Hilfe welcher Unterlagen, selbständig, zusammen mit KollegInnen oder in Nachhilfestunden? Sie dies tun wollen. Schauen Sie, ob Ihnen einzelne Lehrpersonen oder auch die Studienberatung der PH bei der Zusammenstellung und Planung behilflich sein können.
Studienberatung Vorschul- und Primarschulstufe
Studienberatung Sekundarstufe I
Studienberatung Sekundarstufe II
Studienberatung Schulische Heilpädagogik
"Es fällt mir schwer, neue Kontakte zu knüpfen."
Durch den Wechsel an die PH verändert sich auch Ihr Beziehungsnetz.
- Kommen Sie direkt vom Gymnasium, einer Mittelschule oder aus dem Arbeitsalltag liegt der Abschied vom alltäglichen Kontakt zu den MitschülerInnen oder ArbeitskollegInnen noch nicht lange zurück.
- Wohnen Sie neu in Bern, sind Sie WochenaufenthalterIn oder pendeln Sie, so bleibt für den Freundeskreis am (früheren) Wohnort weniger Zeit.
Wie auch immer Ihre persönliche Situation aussehen mag - sicher ist, dass Sie in Ihrem Studienalltag vielen Menschen begegnen und dabei auch neue Beziehungen eingehen. Doch wie diese im Rahmen von teilweise grossen und wechselnden Gruppen knüpfen?
Es ist schwierig, dieser Frage unabhängig von Ihrer Person und Situation nachzugehen. Vielleicht dient folgende Überlegung der Entspannung:
Vergessen Sie nicht, es geht den meisten Ihrer StudienkollegInnen ähnlich. Auch sie sind daran, sich neu zu orientieren, stellen sich beispielsweise immer wieder die Frage, ob sie den Banknachbarn oder die Banknachbarin ansprechen sollen, am Wochenende in Bern bleiben oder zu den Eltern fahren wollen. Das Wissen um diese Gemeinsamkeit kann Sie ermutigen, Kontakt aufzunehmen und neben den fachlichen auch persönliche Themen anzusprechen.
Wenn Sie merken, dass die Frage der Kontaktaufnahme Sie über längere Zeit stark beschäftigt, so zögern Sie nicht, sich für eine Beratung auf der Beratungsstelle der Berner Hochschulen anzumelden.
Beratungsstelle der Berner Hochschulen
Infos zur Studienorganisation und zum Studienalltag
Im Kapitel Studienorganisation A-Z ist über das Stichwortverzeichnis ein schneller und gezielter Zugang zu den betreffenden Informationen wie Beurlaubung, Finanzielle Unterstützung, Semesterdaten
Studienfinanzierung
Die Beratungsstelle hat einen Wegweiser zur Studienfinanzierung zusammengestellt, in dem Sie die wichtigsten Informationen und Anlauf-/Auskunftsstellen bei Fragen zu Studienkosten, Stipendienmöglichkeiten usw. finden.
Wegweiser Studienfinanzierung
"Ich habe grundsätzliche Fragen und Zweifel."
Wo bin ich gelandet? Was lerne ich überhaupt? Werde ich dieses Hochschulwissen je gebrauchen können?
Vielleicht helfen Ihnen folgende Gedanken, durch diese Fragen ausgelöste Sinnkrisen besser einordnen zu können:
An der PHBern erhalten Sie eine Berufsausbildung auf Hochschulebene. Dies bedeutet, dass Sie sich - neben der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung mit Ihrer späteren Berufstätigkeit - in gewissen Fachbereichen auch eine grundlegende wissenschaftliche Bildung und die Fähigkeit zu methodisch-wissenschaftlichem Denken aneignen werden.
Diese drei Pfeiler Praxisorientierung, wissenschaftliche Bildung und methodisch-wissenschaftliches Denken eröffnen ein weites Feld. Sich darin zu orientieren fällt Studierenden nicht immer leicht. So kann es durchaus sein, dass Sie sich gelegentlich fragen, wofür Sie das verlangte Wissen im Rahmen ihrer späteren Berufstätigkeit je werden brauchen können. Oder Sie wünschen sich in gewissen Bereichen eine tiefere Auseinandersetzung als im Lehrplan vorgesehen. Vielleicht fällt es Ihnen phasenweise schwer, die mit der Praxisorientierung, wissenschaftlichen Bildung und methodisch-wissenschaftlichem Denken verbundenen unterschiedlichen Ansprüche und Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen.
Fragen und Zweifel dieser Art gehören zum Studieren. Vielleicht entlastet Sie der Gedanke, dass diese nicht nur persönlicher Natur sondern auch in der Breite der Ausbildung an der PH angelegt sind.
Mithilfe von Praktika oder auch Lohnarbeit im zukünftigen Berufsfeld können Sie den angesprochenen Zweifeln eine konkrete Erfahrung Ihrer späteren Berufstätigkeit gegenüber stellen.
Beachten Sie zudem, dass Sie sich in Ihrem Studium auch fachunabhängige Kompetenzen erarbeiten, wie z.B.: Kompetenzen der Planung, Selbstorganisation und Selbstverantwortung, die Fähigkeit zu analytischem Denken, zur raschen Orientierung und Wissensaneignung in neuen Fachbereichen, zur Teamarbeit, zur schriftlichen und mündlichen Aufbereitung und Darstellung komplexer Sachverhalte (Seminararbeiten, Referate) sowie Kompetenzen in Projektmanagement (Planen und Durchziehen eigener Seminar- oder Diplomarbeiten) und nicht zu vergessen Fähigkeiten zur Stressbewältigung.
Diese kommunikativen, persönlichen und organisatorischen Fähigkeiten werden gerade auch durch die auf dem Arbeitsmarkt zunehmend geforderte Flexibilität - neben der eigentlichen Fach- und Methodenkompetenz - im Berufsleben immer wichtiger. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website der Beratungsstelle
Schlüsselkompetenzen
Vergessen Sie nicht, dass sich Ihre berufliche Perspektive nicht auf die Lehrtätigkeit beschränken muss. Ein beachtlicher Teil der als LehrerInnen Ausgebildeten arbeitet nicht oder nicht ausschliesslich an Schulen.
Zur Entspannung beitragen kann auch das Wissen um die Tatsache, dass Ihr Studium nur ein Baustein zur späteren beruflichen Tätigkeit ist. Von grosser Bedeutung sind auch Lohnarbeits- und Freizeiterfahrungen, Entscheidungen im Rahmen des Berufseinstiegs und allfällige Nachdiplomstudiengänge. Wenn Sie einen Eindruck gewinnen wollen, was es in letzterem Bereich für Möglichkeiten gibt, so finden Sie diese im Portal
www.berufsberatung.ch
Falls Sie Ihre Zweifel am Studium nachhaltig beschäftigen sollten, kann eine Überprüfung der Studienwahl sinnvoll sein, allenfalls auch im Rahmen einer Beratung auf der Beratungsstelle der Berner Hochschulen.
Studienwahl überprüfen
Sind Sie sich Ihrer Studienwahl nicht mehr sicher, so geht es vorerst darum diese zu überprüfen. Dazu folgende Anregungen:
- Schreiben Sie sich auf, was Sie von ihrem aktuellen Studium - und von den damit verbundenen beruflichen Möglichkeiten - erwartet haben. Informationen zu möglichen Berufsfeldern nach dem Studium finden Sie im
Linkportal und in der (Web-)Bibliothek der Beratungsstelle der Berner Hochschulen.
- Welche Ihrer Erwartungen wurden erfüllt? Kamen unerwartete, aber für Sie positive Bereiche dazu? Und umgekehrt: In welchen Bereichen wurden Sie frustriert, kamen unerwartet negative Erfahrungen dazu?
- Schauen Sie sich Ihre Aufstellung an. Welche Erfahrungen überwiegen?
- Besprechen Sie nun Ihre Eindrücke mit fortgeschrittenen StudienkollegInnen. Wie schätzen diese Ihre Frustrationsquellen bezogen auf den Verlauf des Studiums ein als vorübergehend, bleibend, sich zuspitzend?
Lesen Sie auch die stufengerechte Beschreibung des Berufsbildes und Gedanken zur Eignung:
Berufsbild Vorschul- und Primarschulstufe
Berufsbild Sekundarstufe I
Berufsbild Sekundarstufe II
Berufsbild Schulische Heilpädagogik
Kommen Sie im Rahmen dieser Auseinandersetzung zum Schluss, dass eine erneute Studienwahl ansteht, so schauen Sie sich die Anregungen zur Orientierung und Entscheidungsfindung der Studienberatung Aargau an. In sechs Schritten wird Ihnen dort online aufgezeigt, wie Sie Ihre Studien- oder Berufswahl anpacken können. Arbeitsblätter, Übersichten über Studienrichtungen, Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe sowie wichtige Links unterstützen Sie bei der Entscheidungsfindung.
Zögern Sie nicht, sich für eine Beratung auf der Beratungsstelle der Berner Hochschulen anzumelden, wenn Sie in Ihrem Erkundungs- und Entscheidungsprozess nicht weiter kommen. Die Beratungen sind vertraulich und kostenlos.
Studienfachwechsel
Schwierigkeiten gehören zum Studienbeginn. Stellen Sie deshalb nicht gleich Ihre Studienwahl in Frage.
Erst wenn Sie merken, dass Ihre Erwartungen an das Studium nicht mit den realen Studieninhalten und Studienanforderungen zusammenpassen, sollten Sie Ihre Studienwahl überprüfen und sich gegebenenfalls erneut auf die Suche machen.
Sollten Sie bereits während den ersten Studienwochen zur Überzeugung gelangen, dass Sie mit Ihrer Wahl falsch liegen, so können Sie die im ersten Semester geltende Frist für StudienbeginnerInnen beanspruchen. sie haben in den ersten drei Wochen des Herbstsemesters die Gelegenheit, eines oder mehrere Fächer zu wechseln, ohne dass dieser Fächerwechsel in ihrem Leistungsportfolio vermerkt wird.
mehr Infos auf der Website der PHBern
Studienzeitbeschränkung
Die Regelstudiendauer für die Stufenausbildung Vorschulstufe und Primarstufe beträgt 6 Semester, diejenige für die Stufenausbildung Sekundarstufe I 9 Semester bis zum Masterabschluss (bzw. 6 Semester bis Bachelor). Ein Bachelorstudium darf bis 10 Semester dauern, bei gewichtigen Gründen (Familienarbeit, Berufstätigkeit) sogar länger. Ein Teilzeitstudium ist insofern möglich, als der Besuch der Veranstaltungen innerhalb der üblichen Unterrichtszeiten auf mehr Semester verteilt werden kann.
Studieren Sie die gültigen Bestimmungen, um den Ihnen zustehenden Entscheidungsfreiraum zu kennen.
Die Studienpläne und Prüfungsreglemente für jede Stufe sind auf der PHBern-Webseite zu finden in der Rubrik:
Dokumente (unter: Studium)
Beratung
Kommen Sie mit diesen Informationen nicht weiter und haben Sie noch offene Fragen, können Sie sich auch beraten lassen, sei es an Ihrem Institut oder auf der Beratungsstelle der Berner Hochschulen. Eine Übersicht über die Beratungsstellen und die Kontaktdaten sind in diesem Studienführer zu finden in der Rubrik
Beratung
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